MINT üben

Selektion und Fitness

Selektionsfaktoren und -formen erkennen, Wiederfangdaten auswerten und Erklärungen ohne „um zu“ formulieren.

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Übungsaufgaben

Dreißig Aufgaben, bunt gemischt — zum Klicken, Ziehen, Zuordnen, Rechnen und Knobeln. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps. Die Chips zeigen das Anforderungsniveau: AFB I heißt wiedergeben und direkt anwenden, AFB II heißt selbst entscheiden und verknüpfen, AFB III heißt begründen, beurteilen oder eine Falle durchschauen. Mix verbindet Wissen aus mehreren Unterkapiteln, Trick warnt: Hier steckt eine Falle drin. Der Balken oben zeigt dir, wie viele der 30 Aufgaben du schon gelöst hast.

A1
Resistente Bakterien
AFB II

Erklären Sie die Entstehung einer Antibiotikaresistenz, indem Sie die Schritte in die richtige Reihenfolge bringen.

Ziehen Sie die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1In einer großen Bakterienpopulation trägt durch zufällige Mutation eine kleine Zahl von Bakterien ein Resistenzallel.
2Ein Patient nimmt ein Antibiotikum ein.
3Empfindliche Bakterien sterben ab, resistente überleben.
4Die resistenten Bakterien vermehren sich durch Zweiteilung, weil die Konkurrenz fehlt.
5Die Frequenz des Resistenzallels in der Population steigt stark an.
6Bei einer erneuten Behandlung mit demselben Antibiotikum wirkt es kaum noch.
Die Mutation geht der Behandlung voraus; das Antibiotikum erzeugt keine Resistenz, sondern wirkt als Selektionsfaktor. Es handelt sich um gerichtete Selektion mit sehr hohem Selektionsdruck.
Womit beginnt jede Evolution — mit der Umweltänderung oder mit der Variabilität?
Das Antibiotikum ist der Selektionsfaktor, nicht die Ursache der Mutation.
A2
Lange Schwänze
AFB II

Erläutern Sie einen Versuch zur sexuellen Selektion, indem Sie den Lückentext vervollständigen — zwei Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Männchen der Hahnschweifwida, eines afrikanischen Vogels, tragen extrem lange Schwanzfedern. ANDERSSON kürzte bei einigen Männchen die Federn und klebte die Stücke anderen Männchen an. Männchen mit verlängertem Schwanz hatten danach mehr in ihrem Revier als Männchen mit gekürztem. Die Weibchen wählen also ihre Partner — ein Fall von Selektion. Der lange Schwanz erschwert das Fliegen und kann die senken, erhöht aber die Fitness. Kämpfe der Männchen untereinander um Reviere wären dagegen Selektion.

Das Merkmal kostet Überlebenschancen, bringt aber mehr Paarungen. Für die Evolution zählt der Fortpflanzungserfolg; deshalb können auffällige, hinderliche Merkmale durch sexuelle Selektion entstehen.
Woran misst man den Erfolg bei der Partnerwahl?
Weibchen wählen: Selektion zwischen den Geschlechtern.
A3
Warum Giraffen lange Hälse haben
AFB III

Ein Schüler erklärt die Entstehung des langen Giraffenhalses. Überprüfen Sie jede Zeile auf fachliche Fehler.

In diesem Text stecken Fehler. Klicken Sie genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Eine Erklärung nach der synthetischen Evolutionstheorie nennt Variabilität, einen Selektionsfaktor, unterschiedlichen Fortpflanzungserfolg und die Veränderung der Allelfrequenzen — ohne Ziel und ohne Vererbung erworbener Eigenschaften.
Achten Sie auf „um zu“, „damit“ und „weil sie es brauchten“.
Drei Zeilen sind falsch.