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Finken in der Dürre
AFB I–IIAuf der Galápagosinsel Daphne Major untersuchten Peter und Rosemary GRANT jahrzehntelang den Mittleren Grundfinken. Die Vögel fressen Samen, die sie mit dem Schnabel knacken; die Schnabelhöhe ist zu einem großen Teil erblich. 1977 blieb der Regen fast vollständig aus. Der Bestand sank von rund 1200 auf rund 180 Vögel.
M1Schnabelhöhe vor und nach der Dürre (Modellwerte nach GRANT)
| Schnabelhöhe | 7–8 mm | 8–9 mm | 9–10 mm | 10–11 mm | 11–12 mm |
|---|---|---|---|---|---|
| Bestand 1976 (Anteil in %) | 8 | 30 | 38 | 18 | 6 |
| Überlebende 1978 (Anteil in %) | 3 | 18 | 38 | 28 | 13 |
M2Nahrung während der Dürre
In der Dürre bildeten die meisten Pflanzen keine neuen Samen. Kleine, weiche Samen waren bald aufgefressen. Übrig blieben vor allem große, harte Samen des Burzeldorns, die nur Vögel mit hohem Schnabel knacken können.
- Beschreiben Sie die Veränderung der Verteilung der Schnabelhöhe (M1).
- Nennen Sie den Selektionsfaktor und die Selektionsform.
- Erklären Sie die Veränderung im Sinne der synthetischen Evolutionstheorie.
- In einem Zeitungsartikel heißt es: „In der Dürre bekamen die Finken dickere Schnäbel, damit sie die harten Samen knacken konnten.“ Erläutern Sie, warum diese Formulierung fachlich unzutreffend ist.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Vergleichen Sie die Anteile in den unteren und in den oberen Klassen.
Hinweis zu Aufgabe b)
Welcher Umweltfaktor entscheidet hier über das Überleben?
Hinweis zu Aufgabe c)
Gehen Sie von der Variabilität aus und enden Sie bei den Allelfrequenzen.
Hinweis zu Aufgabe d)
Achten Sie auf „bekamen“ und „damit“.Erläutern: Einen Sachverhalt so darstellen, dass Zusammenhänge und Bedingungen verständlich werden – mit Beispielen oder Belegen.
