MINT üben

Der Hund und andere Säugetiere

Untersuchungen planen, Fehler aufdecken, Haltung beurteilen: Hier zeigst du, dass du Biologie nicht nur weißt, sondern anwenden und beurteilen kannst.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben zum Beurteilen und Übertragen: Du planst eine faire Untersuchung, wertest Ergebnisse aus, überprüfst Texte und entscheidest, wie man mit Tieren verantwortungsvoll umgeht. Lies jede Aufgabe genau — eine davon ist eine Trickaufgabe.

A1
Zahm oder domestiziert?
AFB III

Im Wildpark frisst ein Rothirsch Pia aus der Hand. Rothirsche leben in Deutschland wild im Wald; der Mensch hat sie nie gezüchtet. Pia sagt: „Der ist ja so zahm — das ist bestimmt ein Haustier!“ Lege dich fest: Was ist der Hirsch? Gehe den Baum durch. (Mix: Vom Wolf zum Hund, Züchtung)

Beantworte die Fragen des Entscheidungsbaums mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
    Zahm und domestiziert sind zwei verschiedene Dinge. Zahm ist ein einzelnes Tier, das den Menschen nicht fürchtet. Domestiziert ist eine ganze Art, die der Mensch über viele Generationen ausgewählt hat — so wurde aus dem Wolf der Hund. Pias Hirsch bleibt ein Wildtier.
    Es gibt zwei Fragen: Wie verhält sich dieses eine Tier? Und was hat der Mensch mit der ganzen Art gemacht?
    Der Text sagt: Rothirsche hat der Mensch nie gezüchtet.
    A2
    Husky Nanuk beurteilen
    AFB III

    Herr Brandt hält den Husky Nanuk so: Nanuk ist den ganzen Tag allein im Zwinger auf dem Hof. Abends geht Herr Brandt zehn Minuten mit ihm um den Block. Nanuk bekommt gutes Hundefutter und frisches Wasser, wird regelmäßig gebürstet und ist geimpft. Nanuk heult oft lange. Beurteile die Haltung: Welche Aussagen stimmen?

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Artgerecht heißt: alle Bedürfnisse erfüllt — nicht nur einige. Nanuk fehlen Bewegung, Beschäftigung und Gesellschaft. Hunde stammen von Wölfen ab, die im Rudel leben; für einen Hund ist die Familie sein Rudel. Heulen dient bei Wölfen dazu, das Rudel zu sammeln.
    Gehe die Bedürfnisse einzeln durch: Nahrung, Wasser, Bewegung, Artgenossen bzw. Familie, Beschäftigung, Pflege, Tierarzt.
    Vier Aussagen stimmen. Denke daran, wie Wölfe leben und wozu sie heulen.
    A3
    Eine Untersuchung planen
    AFB III

    Tom fragt sich: „Findet unsere Hündin Kira ein Leckerli nur mit der Nase?“ Plane die Untersuchung: Bringe die Schritte in die richtige Reihenfolge. (Mix: Biologisch arbeiten, Sinne)

    Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
    1Frage aufschreiben: Findet Kira ein verstecktes Leckerli mit der Nase?
    2Vermutung mit Begründung notieren: Ja, denn Hunde haben viel mehr Riechzellen als wir.
    3Material bereitlegen: drei gleiche Becher, Leckerli, Strichliste
    4Kira warten lassen, wo sie nichts sieht, und das Leckerli unter einen der Becher legen
    5Kira holen und notieren, an welchem Becher sie zuerst anzeigt — das Ganze viele Male
    6Strichliste auswerten und die Vermutung überprüfen
    So läuft jede Untersuchung ab: Frage → Vermutung → Überprüfung → Ergebnis, festgehalten im Protokoll. Wichtig: Kira darf nicht zusehen, sonst findet sie das Leckerli mit den Augen statt mit der Nase. Und die Becher sind gleich — so wird nur eine Sache verändert.
    Die Vermutung schreibst du auf, bevor du etwas ausprobierst.
    Überlege, warum Kira beim Verstecken nicht zuschauen darf und warum man den Versuch oft wiederholt.